Der Mönch ist ein Gottsucher. Sein ganzes Leben ist darauf ausgerichtet, sich immer enger an Gott zu binden und ihn zu suchen. Dies vollzieht der Mönch sowohl in der Einsamkeit ("monos"= "allein sein"), in der Zwiesprache mit Gott, als auch in der Gemeinschaft durch das gemeinsame Chorgebet. Tragend hierbei wird das Leben des Mönches unter dem Motto "ora et labora" und der täglichen Meditation der Heiligen Schrift. Ziel ist es, den ganzen Tag durch das Gebet zu heiligen und das gesamte Leben zum Gebet werden zu lassen.
Wenn man erkennt, dass man von Gott zum Ordensleben berufen ist, kann man ersuchen, ins Noviziat aufgenommen zu werden. Wenn die Gemeinschaft der Mitbrüder diesem Ansuchen zustimmt, wird der Kandidat mit dem weißen Ordensgewand (Habit) eingekleidet, erhält seinen Ordensnamen und beginnt das Noviziat.
Das Noviziat dauert ein Jahr und ist eine grundlegende Vorbereitung auf das gottgeweihte Leben. Entsprechend der Regel des heiligen Benedikt soll in dieser Zeit geprüft werden, ob der Novize wirklich Gott sucht.
Voraussetzung für den Ordenseintritt ist das Abitur oder eine abgeschlossene Berufsausbildung.
Nach dieser Zeit der Erprobung und nach Zustimmung der Mitbrüder, kann der Novize für drei Jahre das Gelübde des Gehorsams, der Stabilität und des "klösterlichen Lebenswandels" ablegen.
Frühestens nach diesen drei Jahren der Zeitlichen Profess ist es möglich, sich für das ganze Leben ("usque ad mortem"= "bis zum Tode") an die Klostergemeinschaft zu binden. Hierbei ist wieder die Zulassung durch die Mitbrüder von entscheidender Bedeutung.
